Intervallfasten gegen Diabetes Typ 2 – Die effektivste Maßnahme!


Ich verspreche ungern viel im Titel eines Beitrags, aber die Recherche zu dem Thema hat mich vollends überzeugt.

Hilft Intervallfasten gegen Diabetes? Macht es einen Unterschied um welchen Typus es sich handelt? Ist Intervallfasten „sicher“ für Menschen mit Diabetes?

  • Intervallfasten hilft großartig gegen Typ 2 Diabetes.
  • Menschen mit Typ 1 Diabetes stehen leider auf der Liste von Menschen die keinesfalls fasten sollten.
  • Typ 2 Diabetiker haben einen geschädigten Stoffwechsel und sollten ebenfalls nicht eigenmächtig fasten, unter professioneller Betreuung sind die Ergebnisse aber geradezu sensationell.

Fastenpraktiken sind gegen Typ 2 Diabetes dermaßen effektiv, sie stellen eine Gefahr für die Bilanzen der Insulinproduzenten dar. Zum Glück gibt es aber auch Ärzte, denen Patientenwohl wichtiger ist als Umsatzzahlen. Im Folgenden lernt Ihr einen Teil der Arbeit eines solchen Arztes kennen, wie genau er dabei seine Patienten behandelt, und warum Intervallfasten in Bezug auf Diabetes jüngst (zu Unrecht) in Verruf geriet.

Ach und wer sich jetzt erst fragt was Intervallfasten überhaupt genau ist und wie es funktioniert, erfährt alles darüber in diesem Artikel. Und wer meint bereits genug zu wissen und gleich mit dem Intervallfasten beginnen will, liest sich vorher bitte zumindest den Artikel übers richtige Fastenbrechen durch. Häufig steht und fällt damit der gesamte Fastenerfolg.

Intervallfasten und Diabetes – Heilung für Typ 2, aber Vorsicht bei Typ 1

Zunächst die grundlegende Unterscheidung zwischen Typ 1 und 2.

Eigenschaften des Typ 1 Diabetes:

  • Bei Typ 1 Diabetes produziert die Bauchspeicheldrüse kein Insulin (mehr). Sie ist oder wurde zerstört.
  • Das kann genetische Ursachen haben, Folgeerscheinung einer Infektion oder Autoimmunerkrankung sein, oder auch durch traumatische Erlebnisse passieren.
  • Die Krankheit entsteht meist schon im Kindes- oder Jugendalter. Die exakten Gründe dafür sind noch nicht vollständig geklärt.
  • Gegen Typ 1 Diabetes lässt sich bis auf Einzelfälle weder präventiv noch kurativ etwas tun.
  • Betroffene sind auf regelmäßige Insulininjektionen angewiesen.
  • Nur etwa 10 bis 15 % aller Diabetiker leiden an Typ 1.
  • Intervallfasten hätte zwar auch für Typ 1 Diabetiker die bekannten Vorteile, es mache ihnen die Planung ihrer Mahlzeiten und Injektionen aber zusätzlich schwer. Die Empfehlung lautet daher eindeutig, darauf zu verzichten.

Eigenschaften des Typ 2 Diabetes:

Typ 2 ist in vielerlei Hinsicht das genaue Gegenteil:

  • Die Ursachen sind eindeutig und bis ins kleinste Detail geklärt. Typ 2 Diabetes ist grob gesagt die Folge jahrelanger Unachtsamkeit im Umgang mit dem eigenen Körper. Zu viel gegessen, das Falsche gegessen, zu wenig bewegt.
  • Eine gewisse genetische Prädisposition ist vorhanden, aber nicht ausschlaggebend.
  • Die Bauchspeicheldrüse verliert nach jahrelanger Überbeanspruchung ihre Kraft, arbeitet aber noch.
  • Das größere Problem sind die inzwischen Insulin-resistenten Zellen. Sie wurden über Jahre hinweg dermaßen mit Insulin überflutet, dass sie eine Art natürliche Resistenz dagegen entwickelt haben.
  • Die Krankheit tritt meist erst im höheren Alter auf.
  • 85 bis 90 % aller Fälle betreffen Typ 2.
  • Die Krankheit lässt sich auf unterschiedlichste Weise und auch einigermaßen einfach, sowohl verhindern als auch heilen.

Die medizinisch bevorzugte Behandlung von Typ 2 Diabetes ist die gleiche wie bei Typ 1: Mit Insulininjektionen. Man verpasst den Kranken also extra-Injektionen der Ursache ihres Leidens. Ihr erkennt vielleicht den Fehler. In den meisten Fällen reiche schon eine simple Lifestyle-Veränderung: Besser essen, mehr bewegen!

Diabetes Typ 2 scheint dermaßen gut behandelbar, so gut wie jede Ernährungsphilosophie rühmt sich damit, ihn heilen zu können. Dies behaupten sowohl Vertreter fettarmer veganer Ernährung, jene die Paleo oder klassisches Low Carb empfehlen, Anhänger der ketogenen Diät, sogar rein karnivore Kost soll ihn heilen. Vereinfacht ausgedrückt, man verkneife sich bitte einfach McDonalds, Milchschnitte, Kellys, Milka, Ferrero, Cola, und Co. Ich weiß es klingt ein wenig hart, aber in den allermeisten Fällen sind des Typ 2 Diabetikers eigene Gewohnheiten sein größter Feind.

Niedriger Blutzucker, Niedriger Insulinspiegel = kein Diabetes

Fastende kennen Diabetes kaum.

Intervallfasten hat großartigen Einfluss auf Typ 2 Diabetes. Fastenexperte Dr. Jason Fung bezeichnet es gar als „Die perfekte Behandlung“. Perfekt in dem Sinne, dass damit auf schnellstem Wege jene Parameter im Körper verändert werden, die der Heilung im Wege stehen, der Blutzucker und der Insulinspiegel. Intervallfasten gegen Typ 2 Diabetes ist radikal, dafür aber maximal effektiv und maximal effizient. Patienten brauchen nicht selten nach einer Woche schon keine Medikamente mehr.

Aber bitte Vorsicht: Zuckerkranke Organismen sind nicht sonderlich belastbar, Fastenpraktiken sind also keine sichere Do-It-Yourself-Heilung für Typ 2 Diabetes. Ärztliche Aufsicht ist ein absolutes Muss. Leider wird es wohl noch etwas dauern, bis Fasten sich im deutschsprachigen Raum als praktizierte und anerkannte Therapie durchsetzt.

Bis dahin ist der beste Rat an Typ 2 Diabetiker: Eine simple, allmähliche Lifestyle-Änderung. Sucht Euch eine Ernährungsform die Euch zusagt, welche genau ist zweitrangig. Wichtig ist einfach nur dass Ihr an Süßigkeiten- Cerealien- Snack- Softdrink- Junk- Regalen vorbeigeht. Wenn Ihr meinen konkreten Rat wollt: Eine sog. „pegane“ (Kombi aus Paleo und Vegan) Ernährung scheint weitgehend vernünftig. Dann dauert die Heilung eben einige Monate statt einigen Wochen.

Heilung nach 5 Tagen für Diabetiker Typ 2 – Mit Intervallfasten

Werfen wir einen Blick auf die Studie des kanadischen Arztes und Fastenexperten Dr. Jason Fung, durchgeführt an der Intensive Dietary Management Klinik in Toronto. Es gab keine Finanzierung, die Studie dient als sog. Pilotstudie und besteht aus 3 Probanden, im Alter von 40 (Diabetes seit 20 Jahren), 52 (seit 25 Jahren) und 67 (seit 10 Jahren) Jahren. Alle 3 wurden engmaschig und auf jegliche relevanten Parameter kontrolliert. Die Ergebnisse sind sensationell:

  • Nach 18 Tagen brauchte keiner von ihnen mehr Insulin, in einem Fall schon nach 5 Tagen nicht mehr.
  • 2 von 3 Patienten konnten sämtliche Diabetes-relevanten Medikamente absetzen. Der dritte konnte 3 von 4 seiner Medikamente absetzen.
  • Sämtliche Gesundheitsmarker verbesserten sich in allen Patienten: Blutzucker, Blutdruck, HbA1cWert, BMI, Taillenumfang.
  • Die Patienten hatten im Vorfeld nie mit Fasten zu tun, dennoch war keiner überfordert, und es kam zu keiner Zeit ansatzweise zu gefährlichen Situationen wie Hyperglykämie.

Das Fastenprotokoll war eine Art OMAD (One Meal a Day). Die Patienten fasteten 3-mal wöchentlich für 24 Stunden, hatten an jenen Tagen dann nur ein Abendessen. An Nichtfastentagen aßen sie 2 Mahlzeiten und hatten auch dann eine Fastenzeit von mindestens 14 Stunden. Es gab im Vorfeld ein intensives 6-stündiges Ernährungsseminar. Der Ernährungsstil während der Studie war natürlich weitgehend frei von Junk, und Low(er) Carb, also reduzierter Anteil an Kohlehydraten.

Die Ergebnisse sind auch insofern beeindruckend, als dass sie zeigen wie regenerationsfähig der menschliche Organismus ist. Nach 25 Jahren des „Missbrauchs“ und intensiver Medikation braucht der Körper nur wenige Wochen der richtigen Behandlung und funktioniert wieder annähernd einwandfrei.

Es sei zur Sicherheit noch mal erwähnt: Auch wenn die Ergebnisse fantastisch aussehen, ist das keine Garantie für Allgemeingültigkeit. Ohne professionelle Aufsicht könnt Ihr Euch in ernsthafte Gefahr bringen. Also bitte keine eigenmächtigen Fastenpraktiken mit Typ 2 Diabetes. Für Symptombehandlung mit Insulin und Medikamenten geht Ihr zum Arzt, dann bitte auch für die Heilung der Ursache.

Warum Fasten bei Diabetes Typ 2 so wirksam ist

Fasten nimmt dem Diabetes das Fundament.

Ich zitiere an dieser Stelle noch mal Dr. Jason Fung: „Die gängige Behandlungsmethode für Typ 2 Diabetiker ist verrückt“. Und er hat Recht. Insulingaben behandeln bei Typ 2 Diabetes nur das Symptom, nämlich hohen Blutzucker. Die Ursache, nämlich Insulinresistenz der Zellen, verschlimmert sich damit. Nach einiger Zeit reiner „Symptombehandlung“ galt Diabetes dann irgendwann offiziell als unaufhaltsam fortschreitende Krankheit.

Dr. Jason Fung geht sogar so weit und vergleicht Diabetesmedikation damit, als behandle man das Unwohlsein eines Alkoholikers mit mehr Alkohol. Vielleicht ein wenig überspitzt, aber die Analogie funktioniert. Fasten ist für den Diabetiker was der kalte Entzug für den Alkoholiker ist. Es senkt den Blutzucker und Insulinspiegel bis zum Anschlag, Bauchspeicheldrüse und Insulin-resistente Zellen können sich maximal erholen. Keine Diät und kein Medikament zeigen ähnliche Effizienz.

Ketogene Ernährungsformen gelten ebenfalls als sehr wirksam gegen Typ 2 Diabetes, sind aber bei weitem nicht so wirksam wie Fasten. Der Blutzucker wird ohne Kohlehydrate zwar auf ein Minimum reduziert, Fette und Proteine triggern aber immer noch Insulin. Fasten führt umgehend sämtliche idealen Bedingungen herbei und bietet obendrein eine Reihe an zusätzlichen Vorteilen (HGH, Autophagie, etc.), wodurch Patienten sich in der Regel während des Fastens auch sehr wohl fühlen.

Warum Intervallfasten bei Diabetes (zu Unrecht) in der Kritik stand

Natürlich gibt es zu dem Thema verschiedene Meinungen und auf den ersten Blick, widersprüchliche Evidenz. Manche Studien legen nahe, dass Intervallfasten die Insulinresistenz gar erhöht, sich also ungünstig auf Diabetes auswirkt. Ich habe recherchiert und eine Erklärung gefunden.

Zunächst handelt es sich dabei um Studien zu Langzeitfasten (60 Stunden). Intervallfasten von bis zu 24 Stunden zeigt sich gegen Typ 2 Diabetes durchgehend positiv. Aber wie und warum kommt es beim Langzeitfasten zu erhöhter Insulinresistenz? Ich habe mich diesbezüglich lange mit einem sehr technisch und detailliert aufbereitetem Video des Fastenexperten und äußerst erfolgreichen Youtubers Thomas Delauer beschäftigt.

Wie der Körper seinen Energiehaushalt beim Langzeitfasten anpasst

In Studien mit Langzeitfastenden hatten Probanden nach 60 Stunden einen höheren Blutzucker als nach 20 oder 30 Stunden. Keinesfalls bedenklich hoch, aber höher als früher im Experiment. Der Grund dafür: Zellen hatten nach 60 Stunden eine um 45 % verringerte Aufnahmefähigkeit von Glukose. Das hört sich im ersten Moment natürlich furchtbar an und lässt vermuten, dass Fasten die Insulinresistenz erhöht und gar Diabetes verursacht, dem ist aber nicht so.

Dieses Phänomen lässt sich einigermaßen leicht erklären: Zucker ist die bevorzugte Energiequelle des Körpers und vor allem die bevorzugte Energiequelle des Gehirns. Das Gehirn unternimmt also alles, um so lange wie möglich mit Glukose versorgt zu werden. Bei Nahrungsmangel konkurriert das Gehirn allerdings mit dem restlichen Körper um die verbliebenen Glykogenspeicher in Muskeln und Leber. Irgendwie muss die Glukose an den Muskelzellen vorbei zum Gehirn, ohne vorher von den Muskeln verarbeitet zu werden.

Was macht das Gehirn nun also? Es verringert die Glukose-Aufnahmefähigkeit der Muskelzellen, sodass diese stattdessen Ketonkörper als Energiequelle verwenden müssen. Für einige Zeit befindet sich der Körper also bereits in Ketose, während Gehirn und zentrales Nervensystem noch mit Glukose versorgt werden.

Dies geschieht wie gesagt nur im Langzeitfasten. Man könnte nun schlussfolgern, dass Langzeitfasten generell unvorteilhaft ist, dem ist ebenfalls nicht so. Im Nachhinein zeigte sich bei Probanden eine erhöhte sog. metabolische Flexibilität. Ihre Körper reagierten danach besser und leichter auf Nahrungsknappheit indem sie die Stoffwechselzustände schneller an die jeweilige Situation anpassten.

Intervallfasten ist schlecht fürs Geschäft

Insulinproduzenten fürchten um Umsätze.

Pharmaunternehmen setzen jährlich etwa 40 Milliarden Dollar mit Diabetesmedikamenten um. Reduziert um die Notwendigkeit für Typ 1 Diabetiker sind das immer noch weit über 30 Milliarden Dollar Umsatz durch Typ 2. Verständlich dass sie dieses Geschäft nicht aufgeben wollen und Methoden zur Heilung des Typ 2 Diabetes verunglimpfen. Mal ganz abgesehen von den Umsatzeinbußen, die Mc Donalds, Coca Cola, Ferrero und Co zu befürchten hätten.

Typ 2 Diabetes versorgt Industrien im Volumen von Hunderten Milliarden von Dollar. Und der kranke Patient ist nur so lange von Wert für diese Industrien, so lange er krank bleibt. Tod oder gesund ist er, in harten Zahlen ausgedrückt, wertlos. Im Bereich irgendwo dazwischen, dort schreiben Big Food und Big Pharma schwarze Zahlen. Tappt bitte nicht in deren Falle, und übernehmt stattdessen Verantwortung für Eure Gesundheit.

Professionell betreutes Intervallfasten wäre die schnellste, radikalste, und effizienteste Behandlungsmethode gegen Typ 2 Diabetes. Vereinzelt entstehen bereits Kliniken, die Patienten bei diesem Prozess betreuen und heilen. Der Trend geht in die richtige Richtung. Die Kosten für Symptombehandlung durch Insulin tragen die Krankenkassen, hoffentlich gilt das bald auch für heilende Maßnahmen wie betreutes Intervallfasten.

Wo seht Ihr Eure Steuergelder lieber hinfließen, in Subventionen für Pharmakonzerne, die an Eurer Krankheit verdienen, oder in die Finanzierung von Therapien, die Krankheiten heilen und Gesundheit fördern? Ich wäre für letzteres. Mancher würde nun vielleicht einwenden, dass ich mit dieser Website ebenfalls nur Geld machen will, vollkommen richtig!! Ich will Geld mit der Gesundheit, Kraft und Schönheit meiner Leser verdienen. Nach diesen Kriterien wähle ich die Information und auch die Produkte, von deren Verkäufen ich Provision erhalte.

Fazit zu Intervallfasten gegen Diabetes

Typ 1 Diabetiker sollten nicht intervallfasten. Es ist aber hoch effizient und hoch effektiv gegen Typ 2 Diabetes, Fastenexperten nennen es gar die „perfekte Behandlungsmethode“. Zwecks Patientensicherheit bedarf es aber professioneller Betreuung. Natürlich erhitzt eine so mächtige Methode die Gemüter in den Vorständen von Big Food und Big Pharma. Lautstarke Versuche, Intervallfasten als Behandlungsmethode zu verunglimpfen, zeigten zwar bereits Wirkung, wurden aber mit Leichtigkeit widerlegt.

Quellen:

Chris

Chris ist ausgebildeter Ernährungstrainer und beschäftigt sich seit jeher mit der komplexen Welt des Essens, was, wie viel, und warum es häufig sinnvoll ist, einfach mal darauf zu verzichten.

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