Schokolade selber machen – Rezept ohne Zucker, ohne Milch, vegan, low carb und gesund


Zuckerfrei leben liegt im Trend, mehr noch: Es wird mehr und mehr zur Notwendigkeit. Ich will deshalb heute eine meiner liebsten Kreationen für selber gemachte Schokolade mit Euch teilen. Das Rezept geht schnell, erfordert keine Geräte, und ist durchaus gesund. Entschuldigt die Schmiererei am Bild, aber es ist Ende Juli und herrlich warm.

Die eigene Schokolade – Inhaltsstoffe und Zutaten

Das Grundrezept besteht aus lediglich 3 Zutaten:

Mengen und Details folgen gleich. Das einzige was Ihr dann noch braucht ist eine Form zum Eingießen.

Diese simple Mischung allein ist schon ziemlich lecker. Die Kakaobutter und vor allem das Kokosmus harmonieren erstaunlich gut mit dem etwas gewöhnungsbedürftigen Geschmack des Stevias. Ich nehme diesen kleinen Nachteil des Stevias bewusst in Kauf. Er scheint aktuell das einzige weithin unbedenkliche und leicht verfügbare Süßungsmittel; ohne Kalorien, ohne Insulinreaktion, und ohne bekannte Auswirkungen auf Hirnchemie oder Darmflora.

Ausgehend vom Grundrezept – Meine aktuelle Lieblingskreation mit folgenden Zutaten und Mengen:

Alle Zutaten auf einen Blick.

Glutenfreie, zuckerfreie, laktosefreie Schokolade selber machen – es geht los

Kakaobutter und Kokosmus ins Wasserbad.
Rühren beschleunigt das Schmelzen.
Die trockenen Zutaten gründlich verrühren.

Alles zusammen geben.
Es löst sich schon nach kurzem Verrühren gut auf.
In der Form verteilen.
Nach einigen Stunden im Kühlschrank
Und nur noch genießen!!

Anmerkungen zu Mengen und Zutaten

  • Ich verwende jene Mengen weil sie ziemlich genau in meine Pralinenform vom Flohmarkt passen. Die Verhältnisse für größere oder kleinere Formen bleiben gleich, passt sie also einfach an. Alternativ funktioniert auch eine breitere Tupperschüssel aus Glas sehr gut.
  • Mit der Menge des Kakaopulvers könnt Ihr wunderbar die Intensität bestimmen. Experimentiert gerne je nach Gaumen. Wichtig dabei ist nur, dass Ihr 100 % reines Pulver nehmt, wie jenes in der Verlinkung. Sobald Zucker oder sonstiges dabei ist fliegen sämtliche gesundheitlichen Vorzüge über Board.
  • Ich habe auch festgestellt, dass der natürlich bittere Geschmack des rohen Kakaos zum Teil den bitteren Nachgeschmack des Stevias überdeckt. Ihr könnt also um so mehr süßen je dunkler Ihr die Schokolade macht.
  • Ihr könnt auch quasi jeden beliebigen anderen Geschmack hinzugeben der als Pulver erhältlich ist (z. B. Vanille, getrocknete Beeren, geriebene Nüsse etc.)
  • Die Proteinpulver sind absolut kein Muss. Ich persönlich mag aber den Geschmack und schätze die zusätzlichen Benefits in Sachen extra Protein und Mineralstoffe.
  • Die Prise Salz rundet bekanntermaßen den Geschmack ab.
  • Laut Hersteller haben sowohl Kakaobutter als auch Kokosmus Rohkostqualität. Wer Wert darauf legt dass dies so bleibt kann fürs Wasserbad ein Thermometer verwenden und darauf achten dass es 40 Grad nicht wesentlich überschreitet.
  • Ich verwende und verlinke ganz bewusst das Steviapulver von STEVIAGO. Es ist von allen Steviaprodukten die ich kenne das angenehmste und der kleine Messlöffel ist super praktisch. Falls Ihr ein anderes Pulver verwendet, die Menge entspricht etwa einer mittleren Messerspitze.
Zur Orientierung bei der Steviamenge.

„Die Schokolade“ für Diabetiker und sogar für Menschen die ketogen leben

Das Rezept enthält lediglich die sehr geringen Mengen natürlichen Zuckers im Kokosmus, ist daher wunderbar für Diabetiker geeignet. Ich ginge sogar so weit zu sagen, es ist die beste Schokolade für Diabetiker. Selbst Menschen die aus gesundheitlichen Gründen oder aus Überzeugung in Ketose leben werden das Rezept schätzen. Die Makronährstoffverteilung beträgt: ~ 80 % Fett, ~ 15 % Protein, ~ 5 % Kohlehydrate.

Im Kampf gegen den Zucker

Zucker ist das übelste Suchtmittel.

Ich kämpfe bereits ein halbes Erwachsenenleben gegen meine Sucht nach Süßem. Gerade gestern habe ich einen Artikel über die fatalen Auswirkungen von Industriezucker und der Widerwertigkeit der Konzerne im Hintergrund veröffentlicht. Ich hoffe ich kann Euch mit diesem Rezept zumindest ein klein wenig in Eurem eigenen Kampf gegen das süße Gift unterstützen. Mir hilft es jedenfalls sehr. Bleibt stark Leute!!

Chris

Chris ist ausgebildeter Ernährungstrainer und beschäftigt sich seit jeher mit der komplexen Welt des Essens, was, wie viel, und warum es häufig sinnvoll ist, einfach mal darauf zu verzichten.

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